Fabian Günzel wirkt im eleganten und minimalistischen Restaurant Aend in Wien ohne Konventionen, mit viel Gastfreundschaft und zeigt mit seiner Crew in der offenen Küche seinen Gästen, wie die Gerichte entstehen. Er verzichtet auf Moden, er will seinen Gästen die französische Klassik bieten. Radikal verschlankt und damit radikal futuristisch. Fabian Günzel hat in jenen Häusern Wiens gearbeitet, die für Haute Cuisine stehen und längst zur Legende geworden sind: Im Palais Coburg bei Silvio Nickol (zwei Michelin-Sterne) und als Küchenchef des «Das Loft» im Sofitel-Hotel. Danach wollte er aber tun, was er bis heute tut: sein Ding. Mit einem Team aus sechs Mitarbeitern. Mehr braucht es nicht, denn sie machen alles selber: vom morgendlichen Reinigen bis zum Lichterlöschen nach dem Abendservice. Einen Michelin-Stern hat ihm das eingebracht und Platz 34 auf der Liste der besten 100 Köche Österreichs. Trotz (oder wegen) der Tatsache, dass in seinem Gastraum keine weißen Tischdecken zu sehen sind, keine der sonst üblichen Table Tops. Und obwohl er sein 13-Gänge-Menü minimalistisch hält, klein, aber konsequent auf den Punkt gebracht.

Rezepte in der ZuGast Ausgabe 26

aend.at