SILVIO NICKOL IM PALAIS COBURG, WIEN

Keinem anderen Koch außerhalb Frankreichs wurden je in so kurzer Zeit zwei Sterne verliehen: Silvio Nickol – damals im «Schlossstern» am Wörthersee – hat dafür gerade mal 20 Monate gebraucht. Nickol ist ein quirliger, zielstrebiger und hoch motivierter Koch. Koch mit Leib und Seele: «Ich hätte auch Rennfahrer werden können. Aber das war mir nicht kreativ genug.» Der Sachse konfrontiert seine Gäste mit sehr regionalen, gern auch raren und vergessenen Produkten. Seine Arbeit ist darauf ausgerichtet, mit durchaus auch einfachen Zutaten aufregende Kompositionen zu ergeben.
Viele berufliche Stationen hat Silvio Nickol nicht gebraucht, um seinen Stil und sein Können zu festigen. Nach seiner Kochlehre heuerte er bei Lothar Eiermann an, um schon bald weiter zu Harald Wohlfahrt zu ziehen. Ein zweijähriges Intermezzo führte Nickol nach Belgien, als Sous-Chef im 2-Sterne-Restaurant «Scholteshof» von Roger Souvereyns. Zurück in die «Schwarzwaldstube» in der «Traube Tonbach» als Sous-Chef, nach fünf Jahren weiter Richtung Wörthersee. Dort baute er als Küchenchef im luxuriösen «Schlosshotel Velden» das Gourmetrestaurant «Schlossstern» (18 Gault-Millau-Punkte) auf. Im nicht minder großartigen «Palais Coburg» verwirklichte Silvio Nickol nun seinen Traum vom Gastgeben und ein innovatives Konzept mit Großbildschirm-Blick in die Küche, edlem und handwerklich einzigartigem Interieur mit stimmungsvollem Licht, Table-Top vom Feinsten. Schlicht «Silvio Nickol» heisst das im April 2011 eröffnete Gourmetlokal.

Die Rezepte: Ausgabe V/2011

www. coburg.at